Die letzten Tage
Ein erschütternder Tatsachenroman über einen einzigartigen Fall österrreichischer Zeitgeschichte.
Eine Talöffnung in den Ostalpen, April 1945, die Tage des »Tausendjährigen Reiches« sind gezählt. Innerhalb kürzester Zeit ist es auf ein Nichts geschrumpft, und am Rand dieses Nichts steht die Rote Armee und wartet, bis die Schlacht um Wien entschieden ist. Wo alles längst zu spät ist, aber eben noch nicht alles vorbei, errichtet Kreisleiter Johann Braun sein höchstpersönliches Standgericht, ein privates Mordregime. Willkürlich werden Menschen abgeurteilt, mit denen er oder einer seiner Helfer eine Rechnung offen hat, »politisch Unzuverlässige«, vermeintliche Deserteure, Angeschwärzte, Männer wie Frauen, Ältere und Jüngere, Leute, die zur falschen Zeit am falschen Ort sind.
Martin Prinz erzählt vom Ungeheuerlichen, nüchtern und den Tatsachen verpflichtet. Das ist möglich, weil den Mördern von damals wenig später der Prozess gemacht wurde. Weil das Monströse in penibler Kleinarbeit aufgearbeitet wurde. Und weil es zwei Menschen, die um ein Haar in das Geschehen verwickelt worden wären, der eine als Täter, der andere als Opfer, ein Leben lang keine Ruhe ließ.
Erscheinungsjahr: 2025 / Roman / 272 Seiten, gebunden / Verlag Jung und Jung
Rezensionen:
„Dieses Buch hat eine Wucht, der man sich nicht entziehen kann, genauso wie es eine Wut auslöst, der man sich nicht entziehen kann.“ (Valerie Fritsch)
„Es ist ein Tatsachenroman im besten Sinne, weil er das Tatsächliche auch so greifbar und nachlebbar macht. Und das, obwohl die Sprache eine einzige Einvernahme ist.“ (David Schalko)
Martin Prinz
Geboren 1973, aufgewachsen in Lilienfeld, lebt als Schriftsteller in Wien.
Schreibt Reisegeschichten, Drehbücher und Romane (u.a. »Der Räuber« und »Die letzte Prinzessin«). Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Drehbuch-Preis des Filmfestivals in Gijon.
Auszeichnungen:
2010 Outstanding Artist Award der Republik Österreich
2002 Förderungspreis für Literatur der Stadt Wien
2002 Autoren- und Buchprämie der Republik Österreich
2000 Anerkennungspreis für Literatur des Landes Niederösterreich
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