Lesung

Donnerstag, 16. April 2026 | 20:00 Uhr

Annemarie Andre

„Nacktschnecken“. Roman

Veranstaltungsort: kultur:treff im Haus der Musik

„Nacktschnecken“. Roman (müry salzmann, 2025)

Schleimspuren hinterlassen bei den Leitners nur die Schnecken im Garten. Schleimige Menschen mögen sie nicht, genauso wenig wie solche, die tagsüber vor dem Fernseher sitzen, das machen nur die Faulen. Prinzipien haben sie, die Leitners, und keinen Genierer, sich ihre Billigsdorfer-Mentalität zugute zu halten: keinen Cent zu viel ausgeben, nicht so wie die anderen, die das Geld beim Fenster hinauswerfen!

Charlotte, die Nachzüglerin, merkt früh, dass sie weniger hat als andere Kinder. Vor allem wird ihr ständig gesagt, was sie nicht hat: einen Vater. Es ist die Mutter, die alles am Laufen hält. Bis eines Tages ein Aneurysma in ihrem Gehirn platzt. Die Folgen: 50-prozentige Behinderung, Kündigung, Arbeitsamt. Die beiden erwachsenen Halbgeschwister ziehen aus, ein alkoholsüchtiger Mann ein, und Charlotte muss sich damit abfinden, dass ihre Familie nun noch weniger in das Wertesystem der konservativen Kleinstadt passt als zuvor...

An den sozialen Klassen haben sich viele abgearbeitet, Annemarie Andre tut es in ihrem Romandebüt Nacktschnecken mit einem raffinierten Kniff: aus der Sicht eines Kindes, das seine Welt nimmt, wie sie ist, sie nicht in Beziehung setzt, nicht wertet, und seine Mutter, die nicht ist wie andere Mütter, dabei noch gut aussehen lässt – das zeugt von großem Feingefühl, das ist große Klasse!

 

Rezensionen:

An den sozialen Klassen haben sich viele abgearbeitet, Annemarie Andre tut es mit einem raffinierten Kniff: aus der Sicht eines Kindes, das seine Welt nimmt, wie sie ist.

“Annemarie Andres Debütroman erzählt von einem klugen Kind, das trotz schwieriger Umstände Einsichten gewinnt und Stärke zeigt.” Furche

„Annemarie Andre schildert die beklemmende Situation einer Familie, die in prekären Verhältnissen lebt, aus der Sicht eines Kindes, das auf vieles verzichten muss, was für seine Schulkolleginnen und -kollegen normal ist.“

Die Presse/Spectrum

 

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Annemarie Andre geboren 1994 in Waidhofen / Ybbs, lebt und arbeitet in Wien und Amsterdam.

Studium der Kunstgeschichte, anschließend Journalismus und neue Medien in Wien.

Journalistische Beiträge in den Tageszeitungen Der Standard und Die Presse und im Kunstmagazin Parnass, literarische Veröffentlichungen u. a. in die Rampe, etcetera.

Preise:

Finaleinzug im Teambewerb bei den Deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften 2015; LitArena 2015, 3. Platz

Junges Literaturkarussell Niederösterreich 2014, 1. Platz.

 

Nacktschnecken ist ihr erster Roman. Für das Manuskript erhielt sie 2022/23 das Hans-Weigel-Literaturstipendium

Eintritt

Frei

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Veranstaltungsort

kultur:treff im Haus der Musik