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26
SEP
  Im Dialog: Do. 26.09.2019 - 20:00 UHR
  Hanna Sukare • Schwedenreiter - Ein Heimatroman
kultur:treff im Haus der Musik EINTRITT: Frei
Hanna Sukare • Schwedenreiter - Ein Heimatroman Bild 1 Teilen:  
IM DIALOG: Hanna Sukare „Schwedenreiter – Ein Heimatroman“ (Otto Müller, 2018)

Die Autorin im Dialog mit dem Historiker Michael Mooslechner, Mitgliedern der Geschichtswerkstatt und dem Publikum.

Musikalisch begleitet wird die Präsentation vom Akkordeonisten Paul Schuberth, der eine eigene Musik zum Schwedenreiter komponiert hat.

Gemeinschaftsveranstaltung mit der Geschichtswerkstatt St. Johann/Pg.
[ Link ]
In dem Roman geht es um den schlampigen Umgang mit der Nazi-Vergangenheit von der Nachkriegszeit bis heute. In einer fiktiven Handlung an einem erfundenen Ort wird ein Szenario nachgezeichnet, das etwa jenem von Goldegg nicht unähnlich ist.
© Milan Boehm
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Hanna Sukare • Schwedenreiter - Ein Heimatroman Bild 2

Zur Autorin:


Hanna Sukare

geboren 1957 in Freiburg (i.Br.). Kindheit in der Breisgauer Bucht und in Heidelberg, lebt seit der Jugend meist in Wien. Studierte Germanistik, Rechtswissenschaften, Ethnologie. 1991/92 Forschungsaufenthalt in Lissabon. Hanna Sukare war unter anderem als Journalistin, Redakteurin (Falter, Institut für Kulturstudien) und Wissenschaftslektorin tätig und beschäftigte sich in wissenschaftlichen Studien mit dem gesellschaftlichen Fundus des Fremden.
Seit 2001 ist sie freie Autorin. 2004 Einladung zum Autorinnenforum Berlin/Rheinsberg. 2006 Nominierung ins Finale der Floriana, oberösterreichische Biennale für Literatur. 2007 Publikation im Rahmen des schwäbischen Literaturpreises. 2008 bis 2011 zahlreiche Recherche-Reisen nach Polen, u.a. auch für den Dokumentarfilm Klassentreffen.

Quelle: Seite des Otto Müller Verlages Salzburg
Hanna Sukare ist Rauriser Literaturpreisträgerin des Jahres 2016. Der Preis wurde ihr für „Staubzunge“ - ihren ersten Roman - verliehen.
„Schwedenreiter“, Hanna Sukares zweiter Roman, der Ende August 2018 erschienen ist, thematisiert Ereignisse und Mären rund um Goldegg und den Goldegger Sturm im Juli 1944.

Zum Musiker:


Paul Schuberth wurde 1994 in Steyr (Oberösterreich) geboren und lebt in Linz (Oberösterreich).

Auftritte und Wettbewerbe in Österreich, Deutschland, Bulgarien, Tunesien, Italien, Kroatien, Serbien, Mazedonien, Slowenien, Pakistan, Usbekistan, Armenien, Aserbaidschan, Georgien.

Musikalische Ausbildung:

2001-2007: Akkordeon, Musikschule Kronstorf, Fr. Elfriede Wall
2003-2011: Komposition, Musikschule Steyr, Hr. Martin Fiala
2007-2012: Akkordeon (Hauptfach), Vorstudium, Anton Bruckner Privatuniversität, Hr. Prof. Alfred Melichar
2007-2012: Klavier (Hauptfach), Vorstudium, Anton Bruckner Privatuniversität, Hr. Prof. Gottfried Hemetsberger
2011-2012: Komposition, Außerordentliches Studium, Anton Bruckner Privatuniversität, bei Prof. Gunter Waldek
2013-2018: Akkordeon PBA, Anton Bruckner Privatuniversität bei Prof. Alfred Melichar und Mag. Bruno Würleitner, Abschluss mit Auszeichnung
2014-2017: Schwerpunkt Jazzkomposition (Fächerbündel), bei Prof. Christoph Cech;
2007-2015: Meisterkurse (Akkordeon) bei: Mika Väyrynen (Finnland), Friedrich Lips (Russland), Owen Murray (Schottland), Teodoro Anzellotti (Italien), Massimiliano Pittocco (Italien)
2009-2012: Meisterkurse (Komposition) bei: Richard Graf, Johannes Kretz, Alexander Kukelka, Andreas Weixler

Wettbewerbe:

Akkordeon (Auswahl): Prima La Musica 1. Preis Bundeswettbewerb 2007, 2010; 1. Preis VAMÖ-Wettbewerb 2010; Internationaler Wettbewerb in Castelfidardo (IT) 4. Platz 2009; Internationaler Wettbewerb Klingenthal (D) 2. Platz 2009
Komposition: Jugend komponiert, Klanglandschaften; 2. Preise (2005, 2006), 1. Preise (2007, 2009, 2011)
Klavier: 1. Preis im Klavierduo 2011 bei Prima La Musica beim Bundeswettbewerb
Jazz: World Music Award 2010, Förderpreis; Internationaler Jazzbewerb Biberach 2014, Halbfinale; World Music Award 2015, Finale; International Jazzwettbewerb Burghausen 2016, Finale

Zum Roman „Schwedenreiter“:


Rezensionen:

Autorin Hanna Sukare legt Finger auf Wunden heimischer Geschichte

Die Autorin schafft mit ihrem Roman "Schwedenreiter" mühelos den Sprung zwischen Historie und Roman Es gibt Menschen, die meinen, der Krieg sei lang vorbei. Das kann man schon meinen, 70 Jahre sind eine lange Zeit. Andererseits ist das natürlich Humbug. 70 Jahre sind nichts. Die Kinder, Enkel und Urenkel all dieser Täter und Opfer, Mitläufer, Widerständler und Deserteure sind ja noch da, und mit ihnen ist es der Krieg. Die Geschichte eines dieser Enkel erzählt Hanna Sukare in ihrem neuen Roman "Schwedenreiter".
Der aus dem Innergebirge stammende Paul Schwedenreiter, dessen Großvater ein Deserteur war, dessen Urgroßmutter deshalb ins KZ kam, ist eine fiktive Figur. Die Grundlage für diesen Roman ist alles andere als das. Sie ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass dieser so lang vergangene Krieg noch immer sein Unwesen zwischen den Lebenden treibt.
Im Juli 1944 fand der "Sturm" auf die Goldegger Deserteure statt, insgesamt 14 Menschen starben. Aufgearbeitet ist das Ereignis bis heute nicht. Seit langem ist die 2009 geschriebene Ortschronik von Goldegg, die der Deserteure des Ortes als "gefährliche Landplage" gedenkt und in der auch sonst einiges eher nach NS-Jargon klingt als nach ordentlich recherchierten Tatsachen, ein Streitpunkt.

Rehabilitation

Im Roman nun also wehrt sich Paul Schwedenreiter gegen die himmelschreiende Ungerechtigkeit, er will Rehabilitation für seine Verwandten und Frieden für sich selbst. Die Last der Vergangenheit hat er ganz allein zu tragen, seine Liebe Meret ist tot, Nachkommen hat er nicht. Und die Last ist groß: "Meine vielen Erwachsenenjahre kommen nicht und nicht auf gegen die wenigen Kinderjahre. Ich weiß oft nicht, gehört das Uralte dem Großvater, dem Vater oder mir selbst." Paul ist Brückenmeister, er kittet Risse, er ist für das zuständig, was Menschen verbindet. Aber das mit dem Verbinden ist schwierig, wenn jeder seine eigenen Interessen hat, wirtschaftliche, soziale, oder auch einfach findet, dass die Deserteure halt Verräter waren. Als Retter gilt ihnen und der Ortschronik stattdessen ein SS-Mann, der den fiktiven Ort Stumpf angeblich vor einer (nirgendwo belegten) Deportation gerettet haben soll. Die Frage, die sich Paul stellt, ist bald auch diese: Darf er anklagen und denunzieren, darf er sich zum Richter aufschwingen? Wieso aber sollte man eine Wahrheit nicht aussprechen dürfen? Sukare nennt den Namen des Mannes, der auch in der realen Goldegger Chronik als Zeuge für die eigene, angebliche Heldentat aufgeführt wird: Herbert Mader.
Wie nahe der Krieg ist

Es ist, einerseits, eine Schande, dass erst eine Schriftstellerin kommen muss, um sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die (nicht nur) in Goldegg noch immer schwären wie eine offene Wunde (kurz nach Erscheinen des Romans wurde das Goldegger Deserteursdenkmal von Unbekannten geschändet, DER STANDARD berichtete am 5. 9. 2018). Andererseits können Schriftsteller eben auch mehr als nur Fakten recherchieren: Sie können zeigen, was für Menschen und welches Leid hinter den Fakten stecken. Und Hanna Sukare kann das, sie schafft mühelos den Sprung zwischen Historie und Roman. Sie lässt die Leser spüren, wie nahe uns dieser Krieg noch immer ist.
(Andrea Heinz, 14.9.2018)
 
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